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Newsletter 01/2006

 

Sehr geehrte Damen und Herren

Für die professionelle Aussendarstellung jeder Unternehmung ist es wichtig, über repräsentative Dokumentationen und Kataloge zu verfügen. Mit der Integration des Firmen-Corporate-Designs erfüllen in Ringbuch-Form umgesetzte Präsentationsmittel diese Anforderungen ideal. Die Voraussetzung, um auf der Verkaufseite überzeugend und erfolgreich tätig sein zu können. Wir zeigen Ihnen am Beispiel der Case Study Felco wie das geht.

Bedürfnisse und Trends zu spüren und daraus Produktneuheiten zu kreieren gehört zur Aufgabe jeder innovativen Unternehmung. Zwei Beispiele aus dem Haus Biella dokumentieren dies.

Und last but not least: Das spannende Fachthema zur Thematik Trendforschung mit Frau Frick vom ältesten und unabhängigsten Think Tank der Schweiz, dem Gottlieb-Duttweiler-Institut.

Markus Flury
Leiter Verkauf
Biella Individual

 

Case Study Präsentationsmittel Felco AG, Les Geneveys-sur-Coffrane

Kundenwünsche
Der Kunde Felco AG wünschte, dass für die Einführung eines neuen Produkts die zugehörige Dokumentation erstellt wird. Das Präsentationstool sollte der Schulung der Wiederverkäufer und der Importeure dienen. Dazu mussten, nebst dem in 6 Sprachen gehaltenen Inhalt, diverse Elemente wie technische Instruktionsblätter, Gebrauchsanleitung und CD-ROM integriert werden. Und selbstverständlich musste – unter Berücksichtigung der Corporate-Design-Grundsätze – die Felco AG im besten Licht erscheinen.

Lösung
Die Umsetzung der Dokumentation wurde auf der Basis eines Ringbuchs vorgenommen. Mit verschiedenen Taschenapplikationen wurden die vom Kunden geforderten Elemente im Präsentationstool integriert. Ein Register dient der Uebersicht und dem einfachen Handling der verschiedenen Sprachvarianten. Alles in allem: Eine die Kundenansprüche optimal und zur vollen Zufriedenheit abdeckende Umsetzung.

Wenn Sie mehr über individualisierte Präsentationsmittel wissen wollen, erteilt Ihnen Herr Markus Flury (Tel. 032 366 34 52, E-Mail ) gerne weitere Auskünfte.

 

Neu im Angebot:
Backflip® – Die Weltneuheit für mobile Leute von heute

Hefter im allgemeinen und Klemmhefter im speziellen gibt es von diversen Anbietern in vielen Variationen. Die Produkte unterscheiden sich oft nur in Details und sind austauschbar. Ganz anders der neue Klemmhefter Backflip von Biella. Basierend auf der Analyse des Nutzerverhaltens wurde nach neuen Wegen und Lösungen gesucht. Und siehe da: Die Produkteinnovation − versehen mit noch nicht gesehenen neuen Komponenten und einem neuartigen Handling −  wurde bereits für seine Qualität und das ungewöhnliche Design mit dem iF design award 2006 ausgezeichnet.

Bei der Dokumentenabgabe ist oft der erste Eindruck entscheidend. Genau darum müssen solche Unterlagen ein ansprechendes Erscheinungsbild bieten. Die Weltneuheit Backflip überrascht beim ersten Kontakt durch sein Outfit und erlaubt ein ganz neues Handling von Dossiers. Die neue, aussergewöhnliche Klemme hält Unterlagen bis 25 Blatt problemlos im Griff. Der überraschende Umlegemechanismus lässt den Vorderdeckel zurückschlagen und erlaubt ein optimales Dossierhandling, vermeidet die beim Blättern immer  wieder störenden Papierwülste und schafft eine noch nicht gesehene Uebersicht. Und als Nebeneffekt funktioniert der Klemmhefter als Schreibplatte – der Dossierinhalt kann so ohne weiteres beschrieben oder korrigiert werden.

Der Hefter mit der neuen, aussergewöhnlichen Klemme.

 

Die Klemme fixiert den Dossierinhalt.

 

Der Umlegemechanismus schafft Uebersicht und ermöglicht ein optimales Dossierhandling.

Weitere Tipps zum Klemmhefter Backflip und wie Sie dazu kommen erteilt Ihnen gerne Herr Alain Gasser (Tel. 032 366 32 37, E-Mail ).


Neu im Sortiment:
Die Retro-Kollektion „Bundesordner®“
Kein anderer Brand steht in der Büroartikel- und Papierwelt so kompromisslos für schweizerische Solidität und Zuverlässigkeit wie die Marke Bundesordner. 2006 bringt Biella eine Produktekollektion im Retro-Design heraus, deren Kultpotential beträchtlich ist. Seit 1908 wird der Original Bundesordner in der Schweizerischen Uhrenmetropole Biel durch die Biella gefertigt. Und auch fast 100 Jahre später ist er das bevorzugte Ablageinstrument vieler Menschen, die Dokumente in Papierform strukturieren und aufbewahren. Es schien uns an der Zeit, dieser unglaublich starken Marke eine emotionale Ausdrucksmöglichkeit zu geben. Dies war die Geburtsstunde der Bundesordner-Retro-Kollektion. Die Seele des Brands wird erlebbar durch Produkte von kompromissloser Fertigungsqualität, klassischem Design und besonderem Touch.

Ordner
Für Inhalt A4 + Register
Hochwertiger, umweltfreundlicher Überzug aus Efalin feinleinen
Mit Panzerrand zum Schutz der Ordner-Unterkante
Innenspiegel aus edlem Spezialpapier Munken Print, bedruckt
Auf Rücken und Hinterdeckel mit Silberprägung «Bundesordner - legendary swiss made»


Agenda
Format A6
Einteilung 1 Woche auf 2 Seiten
Mit zusätzlichen Monatsübersichten
Inhalt aus edlem Spezialpapier Munken Print
Hochwertiger, umweltfreundlicher Überzug aus Efalin feinleinen
Mit Tasche im Vorderdeckel
Mit praktischem Gummiband zum verschliessen
Auf dem Hinterdeckel mit Silberprägung «Bundesordner - legendary swiss made»


Notizbuch
Format A6
Inhalt liniert, 192 Seiten
Inhalt aus edlem Spezialpapier Munken Print
Hochwertiger, umweltfreundlicher Überzug aus Efalin feinleinen
Mit Tasche im Vorderdeckel
Mit praktischem Gummiband zum verschliessen
Auf dem Hinterdeckel mit Silberprägung «Bundesordner - legendary swiss made»


T-Shirt +ALPRAUSCH+-Bundesordner®
In Damen- und Herren-Schnitt erhältlich
Grössen D: M, L
Grössen H: L, XL


Das Design dieser T-Shirts wurde zusammen mit dem Kult-Modelabel +ALPRAUSCH+ entwickelt. +ALPRAUSCH+ steht für authentische Swissness mit einem Augenzwinkern. Der Stil, mit dem +ALPRAUSCH+ das Thema Swissness immer wieder neu erfindet, begeistert immer mehr Menschen – nicht nur in der Schweiz. Prominente Träger-/Innen wie Victoria Beckham, Melanie Winiger, Jason Biggs oder Mia Aegerter sprechen für sich.

Weitere Tipps zur Retro-Kollektion Bundesordner und wie Sie dazu kommen erteilt Ihnen gerne Herr Rolf Gerber (Tel. 032 366 34 05, E-Mail ).

 

Customer’s Voice / Fachthema
In dieser Rubrik möchten wir in loser Folge Kunden zu Wort kommen lassen oder Ihnen interessante Fachthemen vorstellen. Auch im Newsletter 1/2006 eine interessante, in der Trendforschung tätige Institution: das Gottlieb-Duttweiler-Institut. Wir haben mit der Ökonomin Karin Frick, Head of Research und Mitglied der Geschäftsleitung, zum Thema „Über die Abweichung vom Normalzustand – Trends, und wie man ihnen auf die Spur kommt“, gesprochen.


Karin Frick analysiert seit über zehn Jahren Trends und Gegentrends in Wirtschaft, Gesellschaft und in der Konsumwelt. Wir fragten nach den dominanten Zukunftsentwicklungen weltweit sowie in der Schweiz und wollten wissen, wie man denn das Kommende überhaupt erforschen kann.


Frau Frick, welche weltweiten Trends sind für die kommenden Jahre absehbar?

Im Moment sind drei weltweite, längerfristige Veränderungen mit grosser Tragweite – die so genannten Megatrends – absehbar. Erstens: Unsere Gesellschaft wird älter – schon heute ist die Mehrheit der Menschen über 40, Tendenz steigend. Zweitens: Die Gesellschaft wird dynamischer und komplexer. Durch die Vernetzung mit Kommunikationstechnologien und durch wirtschaftliche Abhängigkeiten sind alle Prozesse innerhalb der Gesellschaft verknüpft. Was bedeutet, dass unsere Entscheidungen sehr oft mit Faktoren verkettet sind, die wir nicht beeinflussen können. Diese Faktoren können technischer, politischer oder sozialer Art sein. Insgesamt wird die Welt als Ganzes dadurch weniger vorhersehbar, da in diesem Muster von Abhängigkeiten die Folgen kaum noch hochgerechnet werden können.

Das heisst, obwohl heute Trendvorhersagen wichtiger sind, weil sich die Gesellschaft schneller verändert und wir uns nicht darauf verlassen können, dass es morgen noch in etwa gleich sein wird, wie es gestern war oder heute ist, wird es durch diese Dynamik und Komplexität immer schwieriger, Vorhersagen zu treffen. Vor allem, wenn es um kurzlebige, lokale, branchenspezifische Trends oder saisonale Moden geht. Welcher Club ist nächsten Sommer in Bern angesagt? Wie entwickelt sich die Rocklänge? Welche Farbe wird Mode? Diese Mikro-Trends sind immer schwerer vorhersehbar.

Drittens muss man erwähnen, dass die Gesellschaft in Zukunft mehr von Trends und Innovationen abhängen wird. Sehr lange Zeit war die Gesellschaft vor allem von Tradition und Konvention gesteuert, aber je mehr die Tradition an Bedeutung verliert, desto mehr muss man sich an Neuem orientieren, nicht an dem, was war, sondern an dem, was kommt, also an Innovationen und Veränderungen. Innovation wird dadurch gewissermassen zur Religion.


Und wie sieht die Zukunft der Schweiz aus?

Die Schweiz ist natürlich den gleichen Einflüssen ausgesetzt wie der Rest der Welt. Auch hier nehmen die internationalen Abhängigkeiten zu. Wir alle zusammen sind einer „globalen Achterbahn“ ausgesetzt. Viele wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge schaukeln sich gegenseitig hoch.

In dem Rahmen wie die Unsicherheit von aussen zunimmt, nimmt auch die Verunsicherung der Menschen zu – daher ist eine verstärkte Sehnsucht nach klassischen Werten spürbar, die Halt geben. Man spricht ja in diesem Zusammenhang von einer neuen Werteorientierung, die als Gegentrend zum schnellen Wandel entsteht. Die Menschen sehnen sich wieder nach Dauerhaftem, auf das sie sich verlassen können. Ethik und Moral spielen wieder eine grössere Rolle. Man interessiert sich für Geschichte, Kultur, Familie und Religion.

Auf die Politik wirkt sich diese Sehnsucht nach Halt ebenfalls aus – in konservativen, stabilen Werten wie Familie, Moral oder Nachhaltigkeit, die jede Partei für sich besetzen kann.

Im Moment kann man auch schön sehen, dass die Null-Toleranz-Politik gut akzeptiert wird. Ein Beispiel dafür: Rauchen wird in der Öffentlichkeit nicht mehr toleriert. Das lässt sich jetzt gut durchsetzen, weil die Menschen ein grosses Bedürfnis nach Sicherheit haben – dafür ist man im Gegenzug bereit, mehr Kontrollen in Kauf zu nehmen. In einer Gesellschaft, die individuelle Entfaltung für wichtiger erachtet, würden solche Entscheidungen stärker bekämpft werden.

Das Gleiche erleben wir auch in der Erziehung. Der Trend geht wieder weg vom antiautoritären Erziehungsstil. Eltern und Pädagogen legen heute mehr Wert auf Grenzen und klare Erziehungsziele. Wir fallen zwar nicht zurück in die autoritäre Erziehung der 50er-Jahre, aber es gelten zu Hause wie in der Schule wieder strengere Regeln, die stärker kontrolliert und deren Übertretung bestraft wird. Vor 20, 25 Jahren war die freie Entwicklung des Kindes wichtiger, man wollte die Kreativität nicht eingrenzen.

Ein weiteres Megathema in den kommenden Jahren wird eine starke Gesundheitsorientierung sein. In Wirtschaft und Gesellschaft wird Gesundheit den Stellenwert einnehmen, den die Kommunikationstechnologie in den letzten Jahren hatte – ein Themenfeld, das überall hineinwirkt und alle anderen Bereiche beeinflusst. Die Sensibilität für Gesundheitsfragen wird mehr und mehr nicht nur bei den Kranken zentral sein, auch bei den Gesunden wird die Prävention zum vorherrschenden Thema.

Das wirkt sich natürlich auf den Markt aus. Im Essen, in der Mode – überall spielt die Gesundheit mit. Das hängt nicht nur mit den im Alter zunehmenden Gebrechlichkeiten zusammen. Gesundheit ist immer schon wichtig gewesen, aber durch diese Sensibilisierung steigt ihr Wert signifikant an. Je älter eine Gesellschaft ist, desto bewusster ist ihr, wie kostbar Gesundheit ist.

Dazu kommen – und hier ist die Schweiz gut positioniert – Fortschritte bei der Diagnose und den Behandlungsmöglichkeiten. Hier haben wir eine gute Stellung auf dem internationalen Markt.


Wie wirkt sich das Älterwerden auf andere Bereiche aus?

Das ganze Marketing muss sich umstellen – weg vom Jugendmarketing, hin zum Seniorenmarketing. Bisher war man auf die Zielgruppe unter 45 fokussiert. Ein Grossteil der Bemühungen und Investments richtete sich auf diese Gruppe. Aber schon heute bilden die über 40-Jährigen die Mehrheit, ja sogar die Masse. Und diese Masse bestimmt den Markt.

Bisher gibt es nur sehr wenige differenzierte Ansätze. Dachte man bisher an Senioren, meinte man meist Kranke und Behinderte – und das ist natürlich falsch. Krankheit und Gebrechlichkeit sind nur ein Aspekt des Alterns. Aber auch die älteren Menschen haben selbstverständlich Bedürfnisse und Wünsche und auf die muss viel genauer eingegangen werden – eben genau so, wie man das bisher bei den „jungen Märkten“ getan hat. Wenn nun die „jungen, die mittelalten und die uralten Alten“ die grosse Mehrheit der Bevölkerung stellen, verlangt das eine Neuausrichtung, von der das Marketing noch weit entfernt ist, weil die Bedürfnisse bisher nicht in dieser Grössenordnung wahrgenommen worden sind.

Durch die Zunahme der Alten ergibt sich ein weiterer interessanter Aspekt: Die Jungen werden knapp, auch auf dem Arbeitsmarkt. Da dieser langfristige Trend weltweit greift, können die fehlenden jungen Arbeitnehmer nicht auf Dauer aus anderen Ländern „importiert“ werden. Die Arbeitsplätze werden somit wieder mehr von älteren Arbeitnehmern besetzt, vor allem im Bereich der Fachkräfte. Der Arbeitsmarkt für Ältere sieht dann zwar besser aus, die Anforderungen bleiben aber weiterhin hoch. Man erwartet mehr von den Senioren – es steht sozusagen ein „Ende der Schonzeit“ an. Wenn 70-Jährige noch voller Elan Berge besteigen können, wird von ihnen auch ein Beitrag zum Arbeitsmarkt und zur Altersvorsorge gefordert. Der Trend zur Frühpensionierung wird daher bald ein Ende haben.

Welche Schlüsse kann man für sich persönlich aus den Ergebnissen der Zukunftsforschung ziehen?

Wichtig ist zu verstehen, dass nicht die Stärksten überleben, sondern die Anpassungsfähigsten. Wenn man nicht genau weiss, was kommt, ist die beste Strategie flexibel zu bleiben. Sich verändern zu können ist die Fähigkeit der Zukunft. Die lebenslange Weiterbildung ist bald keine Option mehr, sondern absolutes Muss.

Ausserdem liegt eine Schlüsselqualifikation der Zukunft im „Sich-selbst-verkaufen-Können“ – egal ob es um den Arbeitsmarkt geht, auf dem man sich sein ganzes Leben lang immer wieder neu positionieren muss oder um den Partnermarkt. Bei einer Scheidungsrate von 50 % und dem anhaltenden Trend zur „Lebensabschnittsbeziehung“ muss man sich immer wieder für neue Partner attraktiv darstellen können. Das heisst: Ich muss einfach versuchen, meine Stärken so zu entwickeln, dass ich auch unter anderen Bedingungen Erfolg haben kann.


Inwiefern beeinflussen sich Vorhersagen und Realität gegenseitig?

Indem Sie eine gute und greifbare Idee entwickeln, wie die Zukunft aussehen könnte, beeinflussen Sie natürlich auch das Entscheidungsverhalten der Manager, der Forscher und Entwickler. Zum Teil erfüllen sich die Prognosen dadurch selbst. In der Innovationstechnologie hat das immer recht gut funktioniert. Wir alle kennen die zahlreichen Szenarien aus Film und Literatur, in denen die Technik – zum Beispiel in Form von Robotern – die Welt rettet und das Leben einfacher und besser macht. Diese Geschichten kursieren einfach. Man weiss nicht mehr genau, woher sie stammen, aber man kann sicherlich davon ausgehen, dass sie auch von grossen IT-Unternehmen in Umlauf gebracht werden, um die Bevölkerung auf die kommenden Entwicklungen vorzubereiten und die Zukunft im Vorstellungsvermögen der Menschen zu verankern. Was wir in einem Film gesehen haben, halten wir für wahrscheinlich – und beziehen es in unsere Entscheidungen mit ein.

Umgekehrt funktioniert das aber auch: Wenn es um Biotech und Gentechnologie geht, denken wir automatisch an Monster- und Frankensteingeschichten. Dieses Thema ist in unserer Gesellschaft durch die Fiktion, also durch die erzählten Geschichten, sehr negativ besetzt. Kein Wunder also, dass die Gentech-frei-Initiative so deutlich vom Volk angenommen wurde. Auch hier beeinflussen die kursierenden Geschichten unsere Entscheidungen, in diesem Fall das Abstimmungsverhalten. Der erste Gedanke beim Thema Gentechnologie ist eben nicht, dass sie uns das Leben erleichtern könnte.

Im Unterschied zur IT hat man mit der Gentechnologie keine eigenen Erfahrungen. Technologie macht uns auch heute schon das Leben leichter – mit der Waschmaschine und dem Computer gehen wir tagtäglich um. Also kann man sich auch eher vorstellen, dass uns daraus in der Zukunft Gutes erwächst. Technikfeindschaft existiert in unserer heutigen Gesellschaft eigentlich nicht.

Trendforschung will also herausfinden, welche Geschichten über die Zukunft im Umlauf sind, welche Ideen, Vorstellungen und Ängste darin stecken. Diese Aspekte werden zusammen mit einer Vielzahl von anderen Faktoren in Trends übersetzt, denn die Gegenwart orientiert sich an dem, was kommt und die Zukunft entwickelt sich aus dem, was gerade ist.


Welches war für Sie persönlich das bisher überraschendste Forschungsergebnis?

Überraschend ist immer wieder aufs Neue, dass der Mensch doch so unberechenbar geblieben ist. Unternehmen haben bereits Milliarden investiert, um die Kunden besser zu verstehen, um herauszufinden, was sie kaufen und was sie nicht kaufen. Wahrscheinlich wissen wir heute aber sogar weniger darüber als vor 20 Jahren, weil die Menschen damals weniger Geld und weniger Wünsche hatten. Das Spektrum des Menschen ist unendlich. Immer wenn man gedacht hat, wieder etwas verstanden zu haben, kommt die nächste Überraschung.