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15.04.2003
Brügg/Biel, 14. April 2003 Der Geschäftsabschluss 2002 der international tätigen Biella Group hat unter dem Einfluss des schlechten Marktumfeldes gelitten. Die hauptsächlich in der Schweiz, Österreich und Osteuropa als Herstellerin und Verkäuferin von Büro- und Schulartikeln sowie Kalendern und individualisierten Präsentationsmitteln bekannte Unternehmensgruppe weist einen nach Rückstellungen reduzierten Gewinn von 2,8 Mio. Fr. aus. Die betont vorsichtige Finanzpolitik der Unternehmung veranlasst den Verwaltungsrat, der Generalversammlung eine leicht reduzierte Dividende von Fr. 175 pro Aktie (2001: Fr. 100 für 6 Monate) vorzuschlagen.
Die Biella Group hat im Geschäftsjahr Januar-Dezember 2002 einen Nettoumsatz von 165 Mio. Fr. (Vorjahr: 103) und einen Gewinn nach Steuern und Minderheiten von 2,8 Mio. Fr. (Vorjahr: 5,1) erreicht. Da das Geschäftsjahr 2001 nur 6 Monate (Juli–Dezember 2001) umfasste und stark saisonal verzerrte Ergebnisse zeigte, ist ein direkter Vergleich mit den Vorjahresergebnissen nur erschwert möglich.
Um für künftige Entwicklungen im internationalen Geschäft gewappnet zu sein, wurden Rück-stellungen in der Höhe von 1,3 Mio. Fr. vorgenommen, die den Nettogewinn 2002 schmälerten. Das Ergebnis der Gruppe im zurückliegenden Geschäftsjahr liegt gemäss Pressemitteilung unter den Erwartungen, aber über der Gesamtentwicklung des Marktes.
Eigenkapitalquote, Liquidität und Cash Flow der Gruppe verbessert Im vergangenen Jahr hat die Biella Group ihre Bankschulden weiter reduziert auf 23,9 Mio. Fr. (Vorjahr: 28,5). Der Anteil des Eigenkapitals (inkl. Minderheitsanteil) an der Bilanzsumme per Ende Dezember 2002 hat sich gegenüber 2001 verbessert und beträgt neu 60 % (Vorjahr: 53 %). Die Nettoliquidität 2002 beläuft sich auf 2,3 Mio. Fr. (Vorjahr: -6,6) und erfuhr eine deutliche Steigerung. Auch der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit wurde mit 12,2 Mio. Fr. (Vorjahr: 2,7 ) oder 7,4 % (2,7 %) des Nettoumsatzes übertroffen. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten ist von total 755 auf 730 zurückgegangen.
Biella-Neher AG trotzt der Wirtschaftslage Das Herz der Gruppe, die Biella-Neher AG, hat trotz schlechter Wirtschaftslage in der Schweiz ein gutes Resultat erwirtschaftet. Bei einem Umsatzrückgang von 11 % auf Jahresvergleichsbasis hat sie dank Konzentration auf Kernprodukte und Kernkunden und rigorosem Kostenmanagement den Netto-Gewinn leicht gesteigert.
Die Donau Design Gruppe litt unter der Wirtschaftkrise in Deutschland und Österreich, konnte aber in den osteuropäischen Märkten ein Wachstum des Bruttoumsatzes auf Jahresvergleichsbasis von 5 % erreichen. Sie weist für das Geschäftsjahr 2002 einen Netto-Verlust aus, der durch Kursverluste und den Konkurs der Libro, dem grössten Verteiler von Büro- und Schulartikel in Österreich, zusätzlich belastet wurde. Polen als der wichtigste osteuropäische Markt entwickelt sich mehr und mehr zu einem sehr bedeutenden und ausbaubaren Markt für die Biella Group.
Ebenfalls unter der Wirtschaftsflaute hat Kadee Delft in Holland gelitten, weshalb sowohl ein Um-satzrückgang wie auch ein Nettoverlust verzeichnet werden musste.
Die Biella Calender AG arbeitet erfolgreich mit dem italienischen Partner und europäischen Marktführer Lediberg, Bergamo, zusammen. Die Zusammenarbeit führte speziell bei der Sortimentsgestaltung von Agenden und Kalendern und bei internen Prozessen zu Ergebnisverbesserungen.
Keine nachhaltige Erholung für das laufende Geschäftsjahr erwartet Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Biella Group keine nachhaltige Erholung. In Anbe-tracht der unsicheren konjunkturellen Lage haben deshalb die Erhaltung der Ertragskraft und der Ausbau und die Integration der internationalen Tätigkeit für sie erste Priorität.
Die Biella Group hat seit 2001 ihr internationales Profil deutlich verstärkt. Sie verfügt heute über Produktionsstandorte in der Schweiz, Österreich, Ungarn und Holland, über Logistikzentralen in Brügg/Biel und Wiener Neustadt sowie über ein eigenes, internationales Vertriebsnetz. Ihr Marktauftritt stützt sich ab auf die bekannten Marken „Biella“, „Donau“ und „Kadee Delft“.

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